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Um die komplexen Sachverhalte für die Entscheider transparenter zu gestalten, entwickelt eine Softwarefirma in enger Kooperation mit den Industriepartnern und Generalunternehmern ein Programm zur Entscheidungsunterstützung. Um nämlich die Rentabilität einer Gebäudesanierung beurteilen zu können, müssen neben den Baukosten u. a. auch die Finanzierung und die Mietpreis-Entwicklung berücksichtigt werden. Da jedoch die Mieterhöhung und vor allem die Förderung durch zinsgünstige Darlehen vom Energieeinsparungsergebnis abhängen, muss eine Betrachtung der wirtschaftlichen Aspekte immer eng mit einer bauphysikalischen Berechnung verknüpft werden.Dabei wird zwischen einer Profi- und Investorenversion unterschieden. Die Profiversion ermöglicht eine Vielzahl eigener Eingaben bezüglich der Kosten und energetischen Ergebnissen (z.B. A N, Qp, …) aus eigenen oder externen Berechnungen. Bei der Investorenversion wird die Kubatur des Gebäudes durch den Anwender grob umrissen, auf deren Grundlage dann eine vereinfachte ENEV- Berechnung durchgeführt wird um die benötigten Werte wie Energieeinsparung zu ermitteln. So können potenziellen Sanierern wichtige Sachverhalte, unterschiedliche Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit anschaulich dargestellt werden. Dies Betrachtung kann dabei für bis zu 3 Varianten gleichzeitig erfolgen, um so die direkten Auswirkungen von unterschiedlichen Sanierungsstandards auf die finanzielle Entwicklung des Objektes sehen zu können.Wichtig hierbei ist auch die Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Mietanpassung im Zuge der Sanierung. So werden Berechnungen zur Einhaltung der Warmmietneutralität und Anrechnung der Modernisierungskosten durchgeführt.Im Softwaretool sind die aktuellen Förderprogramme hinterlegt, insbesondere die zinsgünstigen KFW-Kredite. Dabei ermittelt die Software aufgrund der Eingaben und der bauphysikalischen Ergebnisse, für welche Optionen die Bedingungen erfüllt sind. Durch eine automatische Aktualisierung über das Internet bleibt dabei das System auf dem aktuellen Stand, Erst durch diesen Einbezug aller Aspekte lassen sich belastbare Aussagen zur Gesamtwirtschaftlichkeit treffen. Mögen die Sanierungskosten für eine „Faktor 10-Sanierung“ zunächst höher sein, als die einer Standardsanierung, so ergibt sich in der Regel vor allem durch die günstigere Finanzierung mittel- und langfristig ein klarer Vorteil für die energetisch hochwertige Sanierung.

Stand: 2006-12-05